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Spezialitäten aus badischen Backstuben

Backen in Baden

Bei einer Reise durch Baden kommt der Besucher nicht an den verschiedenen hervorragenden Blechkuchen vorbei, die sowohl als süße Kuchen als auch mit deftiger Belagschicht überall angeboten werden. Landläufig heißen sie vielerorts „Wähe“. Wer noch nie in der Gegend war, für den ist es sicher hilfreich, diesen Namen schon einmal gehört zu haben.

Die „Badische Linzertorte“ gehört ebenso zum Schwarzwald, wie auch die Schwarzwälder Kirschtorte. Allerdings soll diese ihren Ursprung nicht aus dem Schwarzwald haben, sondern nur ihren Namen.

„Knauzen“ muss jeder kennen, der Wert auf handgearbeitete Backwaren legt. Die Besonderheit liegt in der langen Zubereitung, dem extra Ofen und der Backweise, den Zutaten aus Weizen und Dinkel und wegen ihrer interessanten Form sind sie bei Kindern der Renner.

Brezeln gehören zu Baden dazu, wie das Feuer zum Herd und haben eine lange Geschichte. Sie schmecken am besten, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen, bestrichen mit etwas Butter. Die süßen Brezeln werden traditionsgemäß zu Neujahr gegessen und sollen Glück bringen. Je nach Region gibt es Brezeln am Palmsonntag und auch in der Fastenzeit als so genannte Fastenbrezeln, welche allerdings eine veränderte Variante der Laugenbrezeln darstellen und demzufolge salzig würzig schmecken.

Zur Erfindung der Brezel gibt es mehrere Sagen und Geschichten, von denen wohl niemand so recht weiß, ob sie wirklich stimmen. Aber bekanntlich soll ja jede Sage einen wahren Kern haben. Im Laufe der Jahre wurde die Brezel zum Wahrzeichen des Bäckerhandwerks. Zahlreiche Bräuche aus früheren Zeiten sorgten dafür, dass Brezeln sowohl als süße wie auch als Laugenbrezeln bis in die heutige Zeit ihre Beleibtheit behalten haben. Laugenbrezeln gibt es das ganze Jahr über. Der besondere Geschmack entsteht durch das Eintauchen in Natronlauge, die sich dann im Ofen zu Soda umwandelt.

Haushaltsgeräte

In alten Zeiten war es Brauch, beim Bauen eines neuen Hauses einen Holunderbusch zu pflanzen. Das hatte zwei Gründe: Sowohl Blüten als auch Früchte fanden Verwendung in der Küche, als Tee, zur Herstellung von Saft und Marmelade oder zum Backen. Außerdem sollte er Krankheiten, Unwetter und Blitzschlag fernhalten.

Holunder blüht meistens im Mai und Juni und noch heute gibt es die „Badischen Holunderküchlein“, in Teig eingetauchte und ausgebackene Blütendolden. Viele Vitamine und andere aromatische Stoffe sind im Holunder enthalten. Aufgrund der Erntezeit und in Anlehnung an alte Bauernregeln sowie den Schutzpatron der Bauern und Winzer, den heiligen Johannes, gibt es die Holunderküchlein im Juni um den Johannestag herum.

Die Tatsache, dass ein Holunderbusch oft in der Nähe des Hauses oder der Scheune stand, geht in der Geschichte noch viel weiter zurück bis auf die alten Germanen und deren Mythen und Bräuche. In Märchen Sagen und vielen Volksliedern taucht der Holunder auf.

Natürlich sind auch die Hefezöpfe nicht aus Baden wegzudenken. Ähnlich wie bei den Brezeln kommt dem Verschenken dieses Backwerkes am Neujahrstag die Bedeutung zu, dass sie Glück bringen und Krankheiten abwenden sollen und ihre lange Tradition verhalf ihnen zu ihrem Rang als Spezialität. Wer sich mit älteren Kultbräuchen beschäftigt, wird auch in Baden auf die Kultur des Gebildebackens stoßen.

Heutzutage fehlen die Hefezöpfe auch das Jahr über nicht auf dem Kaffeetisch. Bestrichen mit Butter und Marmelade werden sie zur Köstlichkeit, aber auch ohne Aufstrich gern eingetunkt.

Die „Brunsli“ aus Schokolade, Mandeln und Gewürzen gehören im Schwarzwald zu jeder Weihnachtsbäckerei dazu und sind in einer Dose bis vier Wochen haltbar.

Die Nonnenfürzle bringen wohl jeden zum Schmunzeln, der sich den Begriff Nonnenfürzchen bildhaft vor Augen führt. Ursprünglich stammt die Bezeichnung aus dem Mittelhochdeutschen. Es gibt zu der heutigen Ausdrucksweise lustige Geschichten darüber, wie der Name dann später entstanden ist. Aber das wissen die Leute vor Ort wohl am Besten zu erzählen. Jedenfalls gehört das wohlriechende Gebäck zu den Spezialitäten in Baden.

BestSeller Backen und Kochen

Zum Renner in der Weihnachtszeit und auch sonst im Winter haben sich die kleinen, mit Puderzucker bestäubten Halbmonde entwickelt. Ihren Namen „Vanillekipferl“ verdanken sie natürlich dem Geschmack nach Vanille. Der süße Mürbteig macht sie zu einer beliebten Köstlichkeit. Sie sollen aus dem Badischen nach Österreich gelangt sein, bevor sie dort so berühmt wurden.

Dieser kleine Ausflug konnte natürlich nicht alle wunderbaren Spezialitäten aus den Backstuben und Küchen der Badener aufzeigen. Viele andere charakteristische Rezepturen bereichern die gesamte Gegend mit süßen Gaumenfreuden.